

DIEVORLESERIN
ONLINE
liest dir live vor
Jeden Sonntag um 15 Uhr.
Ein Text.
Eine Stimme.
Ein gemeinsamer, ruhiger Moment.
Ein Link.
Die nächste Lesung: 31.05. um 15 Uhr
Arthur Brehmer u. v. m. - Die Welt in 100 Jahren - vierter Teil
Das 1000jährige Reich der Maschinen.
Von Hudson Maxim

Über
das Projekt
DIEVORLESERIN.ONLINE
Vor einiger Zeit erzählte mir eine Freundin, sie werde wahrscheinlich blind. Wir kennen uns seit vielen Jahren und teilen seit jeher die Liebe zu Büchern und Geschichten. Die Vorstellung, dass sie diese Welt aus Zeichen, Bildern und Farben bald vielleicht nicht mehr selbst sehen kann, ließ mich nicht los.
Aus dieser schmerzhaften Erkenntnis heraus entstand:
DIEVORLESERIN.ONLINE
Wer nicht sehen kann, muss hören. Aus einer ersten, noch rohen Idee wurde ein Entschluss und ein Versprechen, das bis heute trägt.
Ein kleiner, leiser Kontrapunkt zu einer Welt, die laut ist und alles sofort haben will. Vielleicht ist genau das heute wichtiger denn je.
Jeden Sonntag um 15 Uhr. Live auf ZOOM.
Kein Podcast, keine Aufzeichnung, keine Wiederholung.
Was hier geschieht, gehört dem Moment.
Ich lese vor, weil Geschriebenes im gesprochenen Wort auf eine besondere Weise zum Leben erwacht. Und weil gemeinsames Zuhören eine Verbindung schafft - zu sich selbst und zu anderen.
Du musst nichts sagen. Du wirst nicht gesehen. Du kannst einfach zuhören.
Es gibt keine Diskussion, kein Danach, kein Nebenbei. Nur ein Text und Menschen, die bereit sind, sich darauf einzulassen.
Der digitale Raum öffnet sich 15 Minuten vor Beginn.
Um Punkt 15 Uhr fange ich an zu l esen.
Nicht früher, nicht später.
Die Lesung dauert in der Regel etwa eine halbe Stunde.
Davor ist Stille. Danach auch.
Wenn du Lust auf diese kleine Insel hast, dann bist du herzlich willkommen.
Hier geht es zum Link für die Lesung.
Er ist deine Einladung und bleibt immer derselbe.
DIEVORLESERIN.ONLINE richtet sich an alle Menschen, die Bücher und Texte lieben, gerne zuhören und das Träumen noch nicht verlernt haben.
Auch wenn Lesen manchmal nicht möglich ist.
Literatur gehört uns allen.
Und falls du noch mehr Fragen hast, sind hier ein paar Antworten.



Das aktuelle Buch
Die Welt in 100 Jahren
Über eine alte Kunst, sich das Morgen vorzustellen.
Der Journalist Arthur Brehmer bat damals führende Fachleute, einen Blick in die Zukunft zu wagen. Wie würden Technik, Medizin, Gesellschaft und Alltag in hundert Jahren aussehen?
Aus heutiger Sicht begegnet uns hier eine Zukunft von gestern.
Manches wirkt charmant daneben, denn schließlich sind Zukunftsprognosen immer ein Blick durch beschlagenes Glas.
Anderes trifft erstaunlich genau: drahtlose Kommunikation, neue Wege der Präventivmedizin und Entwicklungen, die 1910 wie Märchen geklungen haben müssen, heute aber selbstverständlich sind.
Diese Sammlung zeigt, wie Menschen früher die Zukunft sahen und wie jede Gegenwart ihre eigene Zukunft erfindet. Vielleicht aus Hoffnung, Angst, Irrtum und manchmal auch aus verblüffender Hellsichtigkeit.

Der Herausgeber
Arthur Brehmer
Arthur Brehmer geboren 1858 in Triest. Journalist, Herausgeber und Schriftsteller. 1898 wird er der erste Chefredakteur der Berliner Morgenpost.
Brehmer galt als origineller Kopf, der sein Büro auffallend selten betrat. Er arbeitete lieber unterwegs, im Kaffeehaus, irgendwo zwischen Idee, Manuskript und nächster Unruhe. Genau deshalb wird er bisweilen augenzwinkernd als früher Erfinder des Mobile Office beschrieben, weil er bewies, dass Arbeit auch außerhalb der Redaktion entstehen konnte.
Zu Brehmers Leben passt auch sein letzter Streich. So soll er wenige Wochen vor seinem Tod seine eigene Todesanzeige verschickt haben, offenbar um zu erfahren, was die Welt nach seinem Ableben über ihn sagen würde. Die Berliner Morgenpost veröffentlichte daraufhin einen wohlwollenden Nachruf. Brehmer meldete sich trocken zurück: Er habe nur wissen wollen, was die Leute von ihm dächten. Er aber lebe noch. Zwei Wochen später starb er tatsächlich. Fest steht: Arthur Brehmer starb am 31. Januar 1924 in Eichgraben.

Wer liest?

Und falls du DIEVORLESERIN.ONLINE unterstützen willst, damit es weitergehen kann...
Ich bin keine Schauspielerin, keine Literaturwissenschaftlerin und kein Mensch mit Mikrofonfetisch oder einem Drang zur Selbstdarstellung.
Ich bin Rusanna Werbicki.
Solange ich denken kann, ist Lesen meine Leidenschaft. Und ich lese auch sehr gern anderen vor, weil Sprache in der Luft anders klingt als auf dem Papier.
Mich interessieren keine großen Auftritte. Mich interessiert, was passiert, wenn sich Menschen auf einen Text, auf eine Stimme, auf die Stille dazwischen einlassen.
Bücher sind magische Welten. Und wenn du willst, teile ich das gern mit dir.
Immer sonntags um 15:oo
Keine Kamera. Kein Smalltalk. Kein „Und wie fandest du die Metapher auf Seite 73?“. Nur Zuhören.
Wenn du das schätzt, bist du herzlich willkommen. Ich freu mich auf dich.
"You made my day! Danke dafür.
Habe gleich Ihre Webseite einer Freundin weitergeschickt.
Die kann es gut brauchen.
Herr K. - Hamburg
"MEGA - danke - freue mich auf nächsten sonntag."
Carmen H. - Bern
"Bin krank und kann meine Wohnung nicht verlassen. Das ist eine klasse Idee mit dem Vorlesen. Tolle Stimme ;-)"
Ruth - Wien